zurück zur Übersicht

Ausländische Anleger interessieren sich wieder für deutsche Aktien. Nach drei Jahren Rezession unter der Ampel-Regierung hoffen die Investoren auf eine wirtschaftsfreundlichere Politik der neuen Regierung aus CDU/CSU und SPD. Die ersten Maßnahmen sind beschlossen: 30 % Abschreibungen auf Investitionen, Senkung der Körperschaftsteuer ab 2028 und ein staatliches Investitionsprogramm von 500 Mrd. €.

Vorstand Geiger stellt Investitionsprogramm der deutschen Regierung bei SCM SIM S.p.A. vor

Unser Kunde Solutions Capital Management SIM S.p.A. (SCM) hatte zum dreitägigen Workshop auf die Insel Elba geladen. Das Team von SCM und die Finanzberater diskutierten gemeinsam mit den Portfolio-Managern und Finanzanalysten über die Entwicklung an den internationalen Finanzmärkten. Georg Geiger, Vorstand von Value-Holdings und Berater der Vermögensverwaltungslinie „In Germany“, hatte Gelegenheit, in einer Präsentation und in Gesprächen mit dem SCM-Team über die Entwicklungen in Deutschland zu berichten. Die Diskussionen kreisten vor allem um folgende Themen: Wie stabil ist die neue deutsche Regierung nach der holprigen Kanzlerwahl im zweiten Anlauf? Welche konkreten Maßnahmen sind durch die Mittel aus dem Investitionsprogramm zu erwarten? Welche Unternehmen werden davon profitieren?

Da das Investitionsprogramm für 12 Jahre vorgesehen ist und die Investitionen durch steuerliche Erleichterungen, vereinfachte Vergabeverfahren und einen Bürokratieabbau flankiert werden sollen, ist mit einem langjährigen Aufschwung zu rechnen. Viele Unternehmen aus dem Portfolio der „Linea In Germany“ werden von den Investitionen profitieren. So wird beispielsweise Vossloh ein Hauptprofiteur der Investitionen in den Ausbau der Bahn sein, Drägerwerk profitiert von den Investitionen in das Gesundheitswesen und Sto, Wacker Neuson und Deutz werden profitieren, wenn sich die Bauindustrie wieder belebt.

Deutsche Industrie geht in Vorleistung

Die Chefs von mehr als 60 deutschen Konzernen waren am vergangenen Montag bei Bundeskanzler Merz versammelt, um über eine Investitionsoffensive deutscher Unternehmen in Milliardenhöhe zu beraten. Das Geld soll in neue Werke, moderne Anlagen und Innovationen fließen. Hinter der Initiative „Made for Germany“ stehen beispielsweise die Vorstandschefs von Siemens, der Deutschen Bank, von BASF, BMW, Mercedes, Trumpf, Zalando und der Kommunikationsberatung FGS Global. Die Wirtschaft geht mit einem Betrag von 630 Mrd. € in Vorleistung und unterstützt damit das staatliche 500 Mrd. € Programm. Somit stehen zur Erreichung des Ziels, den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken und die Konkurrenzfähigkeit zu verbessern, privates und staatliches Kapital in Höhe von 1,1 Billionen € zur Verfügung.

Deutsche Aktien sind günstig bewertet

Die Bewertung der Unternehmen an den deutschen Börsen ist im internationalen Vergleich nach wie vor günstig. Mit einem Kurs-/Gewinnverhältnis von 16 ist die Bewertung des DAX niedriger als beispielsweise beim S&P 500 Index der amerikanischen Börse mit einem KGV von 22. Zudem sind gerade die Small- und Mid-Cap-Unternehmen, die aufgrund ihres höheren Umsatzanteils in Deutschland tendenziell mehr vom Investitionsprogramm profitieren werden als die international orientierten Großkonzerne, mit einem KGV von 13 noch deutlich günstiger als die DAX-Unternehmen. Und die in der Linea „In Germany“ im Portfolio befindlichen Small- und Mid-Caps sind mit einem durchschnittlichen KGV von 11 nochmals günstiger. Gleiches gilt für das Kurs-/Buchwertverhältnis: Die großen Werte sind teurer als die Kleinen und die Linea „In Germany“ ist noch günstiger.

Investoren verlagern Kapital aus Amerika nach Europa

US-Präsident Donald Trump bringt ausländische Investoren ins Schwitzen: Der Mar-a-Lago Accord soll den US-Dollar gezielt schwächen. Planspiele der US-Regierung sehen eine verpflichtende Umschuldung von US-Staatsschulden in Staatsanleihen mit längeren Laufzeiten und niedrigeren Zinsen vor. Pläne für einen Extra-Steueraufschlag bei Dividenden und Zinsen für ausländische Anleger machen die Runde und nicht zuletzt das ständige Hin und Her bei den Zöllen.

Aus diesen Gründen verlieren die USA viel Vertrauen bei den Anlegern. Internationale Investoren haben im 1. Halbjahr 2025 Milliardenbeträge aus US-Anleihefonds und aus Aktien abgezogen. Das Geld wird in Europa investiert, vor allem auch in Deutschland. Deutschland hat liquide Renten- und Aktienmärkte, eine starke, internal orientierte Wirtschaft und durch das von der neuen Regierung verabschiedete Investitionsprogramm gute Aussichten für eine positive wirtschaftliche Entwicklung in den nächsten Jahren.

Linea „In Germany“ mit herausragender Wertentwicklung

Seit dem Start im Jahr 2023 weist die Vermögensverwaltungslinie der SCM SIM S.p.A. eine sehr positive Wertentwicklung auf. Im ersten Halbjahr 2025 war sie mit einem Wertzuwachs von 23,9 % die beste Vermögensverwaltungslinie von SCM.

Aufgrund der stetig guten Wertentwicklung, der günstigen Bewertung deutscher Aktien, insbesondere im Bereich der Small- und Mid-Caps und wegen der positiven wirtschaftlichen Perspektiven sind deutsche Aktien auch für die Kunden der SCM interessant geworden. Stand für italienische Investoren bei Kapitalanlagen im Ausland in den letzten Jahren stets die USA an Nr. 1 der potentiellen Anlageländer, so konnte Deutschland in den letzten Monaten deutlich an Attraktivität gewinnen, was sich auch an einem Zuwachs der Neuanlagen in deutsche Aktien zeigt.

Der SCM-Vorstandsvorsitzende Antonello Sanna zeichnet Georg Geiger und Value-Holdings für die gute Entwicklung der Linea „In Germany“ aus. Michela Castellucia überreicht den Preis für den „Best Performer 2025“ unter allen Vermögensverwaltungslinien der SCM.

Fazit

Investments in deutsche Aktien, insbesondere in Small- und Mid-Caps, lohnen sich wieder. Diese eher binnenorientierten Unternehmen haben unter der Konjunkturschwäche der letzten Jahre gelitten. Aber: Sie haben auch ihre Kostenstrukturen verbessert. Wenn jetzt durch eine Belebung der Wirtschaft, ausgelöst durch das Investitionsprogramm der neuen Regierung die Umsätze wieder steigen, werden sich die Margen deutlich verbessern. Und: Das Investitionsprogramm ist auf 12 Jahre ausgelegt, d.h. es handelt sich nicht um einen kurzfristigen Effekt. Deutsche Unternehmen haben die Chance, über viele Jahre von einem verbesserten wirtschaftlichen Umfeld zu profitieren. Das überzeugt auch ausländische Investoren. Nicht nur aus Amerika fließt Geld in deutsche Aktien, auch die italienischen Investoren haben die Chancen erkannt, die deutsche Unternehmen bieten.

Hinweis auf den Value-Holdings Fondsbericht:

Wenn Sie den Value-Holdings Deutschland Fund und unseren konsequenten Value-Investing-Ansatz auch in Zukunft mit uns gemeinsam verfolgen möchten, können Sie sich auf unseren Verteiler für den vierteljährlich erscheinenden Value-Holdings-Fondsbericht setzen lassen. Senden Sie uns hierfür eine E-Mail an investoreninfo@value-holdings.de.

Besuchen Sie uns auch auf unserem LinkedIn-Profil.

Disclaimer

Die zukunftsgerichteten Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen der Gesellschaft sowie den ihr derzeit verfügbaren Informationen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Die Informationen beruhen auf sorgfältig ausgewählten Quellen, die Value-Holdings für zuverlässig erachtet. Deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit kann jedoch nicht garantiert werden. Bitte beachten Sie, dass die Preise und Erträge von Wertpapieren sowohl sinken als auch steigen und von Wechselkursänderungen beeinflusst werden können. Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind daher keine Garantie für künftige Erträge.

Die dargestellten Meinungen sind die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung und stimmen möglicherweise nicht mit der Meinung zu einem späteren Zeitpunkt überein. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in diesem Dokument gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren. Die Meinungen dienen zum Verständnis des Anlageprozesses und sind nicht als Anlageempfehlung zu sehen. Ausgewiesene Allokationen (Produkt, Region, Einzeltitel, etc.) können sich jederzeit ändern. Alle Aussagen dienen lediglich Informationszwecken und stellen explizit kein Angebot oder Aufforderung zur Zeichnung von Fondsanteilen oder zum Kauf von Aktien dar. Ebenso wenig geben wir Ratschläge in Rechts-, Steuer- oder sonstigen Fragen. Die Verwendung der Informationen geschieht auf eigenes Risiko. Die Gesellschaft übernimmt keine Verantwortung für direkte oder indirekte Schäden, die durch die Verwendung der Informationen entstehen können.